Rassistischer Begriff „N“ im Buch „Solaris“ von Stanisław Lem

Rassistischer Begriff „N“ im Buch „Solaris“ von Stanislaw Lem – E-Mail vom 05.01.2011 – Antwort hier.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit viel Freude habe ich das Buch „Solaris“ gelesen und die Geschichte hat mir äußerst gut gefallen. Umso mehr entsetzte und verletzte es mich, immer wieder den rassistischen Begriff „Neger“ lesen zu müssen.

Mir ist durchaus bewusst, dass Stanisław Lem den Roman 1961, im polnischen verfasst hat.
Eine andere Zeit und eine andere Sprache.

Jedoch lese ich nicht das Originalexpemlar von ’61, sonder die vierte Auflage aus dem Jahr 2008.

Und ich kann es bei Weitem nicht begreifen, wie es im in unserer Zeit immer noch möglich ist einen derart beleidigenden Begriff in einem Roman abzudrucken.

Selbst wenn Sie, Frau Z., bei der Übersetzung sprachlich möglichst nah am ursprünglichen Werk bleiben wollten, die Bezeichnung der schwarzen Frau absichtlich von Stanislaw Lem beleidigend gewählt wurde, wäre es Ihnen immer noch möglich gewesen den Begriff in Anführungszeichen zu setzten, bzw. ihn sogar komplett durch den politisch Korrekten Begriff „schwarz“ zu ersetzten.

Wer von den Verantwortlichen meint, traurigerweise nichts von der rassistischen Bedeutung des Wortes „Neger“ zu wissen, hat seinen Beruf im Verlagwesen verfehlt.

Meiner Meinung nach müsste es mindestens einer Person aufgefallen sein, welche das Buch  vor der Veröffentlichung der Neuauflage gelesen hat.

Genauere Hintergründe zu dem Begriff „Neger“, sowie weitere Informationen für Journalisten zum politisch korrekten Sprachgebrauch finden Sie im Anhang.

Bitte nehmen Sie diese Änderung schnellst möglich vor, so dass wenigstens die neuere Druckausgaben des Buches keine rassistischen Wörter mehr enthalten.

Dieses Schreiben schicke ich als Kopie an info[at]ullstein-buchverlage.de, info[at]list-verlag.de, info[at]list-taschenbuch.de  und der Organisation „der braune mob e.v.“.
Bitte beachten Sie des Weiteren, dass dieser Briefwechsel von mir öffentlich geführt wird, und ich dieses Anschreiben wie auch Ihre eventuelle Antwort zu Zwecken der Dokumentation, Aufklärung und Lehre veröffentlichen werde.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
und der Erwartung einer angemessenen Reaktion Ihres Verlages.

 

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